Im Bann des Lichts: Meine Reise durch die Provence und das LoiretalEigentlich wollte ich in Frankreich nur fotografieren – am Ende habe ich mein Herz verloren. Es ist die Suche nach dem perfekten Moment, die mich durch zwei der schönsten Regionen des Landes führte. Eine Reise im Rhythmus der Natur, geprägt von einer Magie, die man nicht nur sieht, sondern fühlt.
Provence: Das Rendezvous mit der Langsamkeit
In Südfrankreich zog mich ein ganz besonderes, fast zärtliches Licht in den Bann. Wenn die Morgensonne über die Hügel des Luberon kriecht, taucht sie die Welt in sanftes Pastell. Hier habe ich gelernt, langsam zu werden. Stundenlang wartete ich am Auslöser, bis der Mistral-Wind die Lavendelfelder wie ein lila Meer wogen liess oder die Sonne die ockerfarbenen Mauern eines Bergdorfs zum Glühen brachte. Die Provence hat meine Seele berührt.
Loiretal: Ein Tanz mit der Geschichte
Vom intensiven Strahlen des Südens zog es mich weiter gen Norden. An der Loire wich die Wärme einer weichen, fast poetischen Helligkeit. Wie ein silbernes Band zieht der längste Fluss Frankreichs durch die Landschaft und weckt die Träume einer vergangenen Zeit. Über 400 Schlösser säumen den Weg.
Besonders tief brannten sich dabei zwei Momente ein: Das elegante Wasserschloss Chenonceau, dessen filigrane Bögen sich zur blauen Stunde perfekt im spiegelglatten Fluss Cher verdoppelten, und die märchenhafte Festung Saumur, deren weisse Tuffsteinmauern im warmen Nachmittagslicht hoch über den Dächern der Altstadt von innen heraus zu leuchten schienen.
Das Fazit einer Fotoreise
An beiden Orten wurde mir klar: Licht formt nicht nur Landschaften. Es verwandelt eine Reise in eine Wanderung durch die Geschichte und lässt den Betrachter als Teil eines lebendigen Gemäldes zurück.